Ein Tennisarm entsteht selten plötzlich. In vielen Fällen ist nicht die Technik allein das Problem, sondern eine ungünstige Kombination aus Saite, Spannung und Spielbelastung. Gerade ambitionierte Spieler merken Beschwerden oft erst dann, wenn sie regelmäßig trainieren oder Punktspiele bestreiten.
In diesem Artikel geht es darum, welche Saiten bei Tennisarm sinnvoll sind, welche häufig Probleme verursachen und wie sich ein spielbares, armfreundliches Setup finden lässt, ohne auf Kontrolle verzichten zu müssen.
Was beim Tennisarm passiert
Beim Tennisarm wird vor allem der Bereich um den äußeren Ellbogen überlastet. Ursache sind wiederholte Stoßbelastungen, die über Schläger und Saite direkt in den Arm weitergeleitet werden. Je härter und unnachgiebiger das Material, desto höher ist diese Belastung.
Die Saite spielt dabei eine entscheidende Rolle, weil sie den ersten Kontakt mit dem Ball abfedert – oder eben nicht.
Warum viele Saiten Probleme machen
Viele Spieler greifen zu sehr harten Polyester-Saiten mit hoher Spannung, weil sie Kontrolle und Spin versprechen. Kurzfristig funktioniert das oft gut, langfristig steigt jedoch die Belastung für Arm und Ellbogen deutlich.
Besonders problematisch sind alte oder „tote“ Saiten, die ihre Elastizität verloren haben. Sie fühlen sich zwar kontrolliert an, geben aber kaum noch Energie zurück und übertragen Vibrationen nahezu ungefiltert.
Welche Saiten bei Tennisarm sinnvoll sind
Grundsätzlich gilt: Je elastischer die Saite, desto armfreundlicher ist sie. Multifilament-Saiten oder weichere Co-Polys dämpfen den Aufprall besser und reduzieren die Stoßbelastung.
Für ambitionierte Spieler ist ein kompletter Umstieg auf sehr weiche Saiten jedoch nicht immer praktikabel. Wichtig ist deshalb ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kontrolle und Dämpfung.
Einen detaillierten Vergleich der verwendeten Saiten findest du im direkten Saitenvergleich.
Polyester-Saiten: wann ja, wann nein
Polyester-Saiten sind nicht grundsätzlich schlecht. Entscheidend ist, wie sie eingesetzt werden. In moderater Spannung, mit regelmäßigem Wechsel und in einem nicht zu steifen Schläger können sie auch bei empfindlichem Arm spielbar sein.
Problematisch wird es, wenn eine harte Poly über Wochen gespielt wird oder mit zu hoher Spannung bespannt ist.
Spannung, Durchmesser und Setup
Neben dem Saitentyp haben Spannung und Durchmesser großen Einfluss auf die Belastung. Niedrigere Spannungen und dünnere Saiten erhöhen die Elastizität und reduzieren den Druck auf Arm und Ellbogen.
Oft bringen kleine Anpassungen von ein bis zwei Kilogramm mehr als ein kompletter Materialwechsel.
Fazit
Saiten, die bei Tennisarm häufig gut funktionieren:
- Weichere Poly-Saite (z. B. Yonex Poly Tour Pro / Poly Tour Air)
👉 https://amzn.to/49ifCrc
Einen direkten Vergleich zwischen Poly Tour Fire und Poly Tour Pro findest du hier.
Bei Tennisarm ist die Saite ein zentraler Faktor. Wer Beschwerden hat, sollte nicht nur an Technik oder Training denken, sondern sein Setup kritisch hinterfragen. Eine etwas weichere Saite, geringere Spannung und regelmäßiger Saitenwechsel können die Belastung deutlich reduzieren – ohne das Spielniveau zu verschlechtern.


Schreibe einen Kommentar